16. Juli 2026

Neuer Staurekord wird zur Gefahr für Laborproben

Michael Hauenstein Autor: Michael Hauenstein
Kategorie: Expresslogistik, Nachhaltigkeit

22 % mehr Staustunden als im Vorjahr: Wenn Strassen immer unberechenbarer werden, wird die Bahn für zeitkritische Laborproben zum entscheidenden Qualitäts- und Sicherheitsfaktor. Die Schweizer Gesundheitsversorgung braucht zuverlässige Transportmöglichkeiten für Laborproben - ganz ohne Stau.

Neuer Staurekord bringt medizinische Labors in Bedrängnis

Die Schweizer Nationalstrassen waren 2025 so stark belastet wie noch nie zuvor. Gemäss dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) wurden auf dem Nationalstrassennetz insgesamt 68'040 Staustunden registriert. Das entspricht einer Zunahme von rund 22 % gegenüber dem Vorjahr.

Für viele Verkehrsteilnehmende bedeutet dies längere Fahrzeiten und mehr Ärger. Für Patientinnen und Patienten kann diese Entwicklung jedoch weit gravierendere Folgen haben. Denn Laborproben sind keine gewöhnlichen Sendungen: Sie sind oft zeitkritisch, empfindlich und für diagnostische Entscheidungen von hoher Bedeutung. Der Anspruch medizinischer Labors muss sein, die Laborresultate möglichst schnell an die Ärzteschaft zu übermitteln, denn die medizinische Diagnosestellung basiert bis zu 70% auf den Resultaten aus Laboranalysen.  

Zeitkritische Laborproben sind besonders betroffen

Jeden Tag werden in der Schweiz tausende Blut-, Gewebe- und weitere Laborproben zwischen Arztpraxen, Spitälern und Laborstandorten transportiert. Viele dieser Sendungen müssen innerhalb klar definierter Zeitfenster eintreffen, damit Analysen zuverlässig durchgeführt und Resultate rasch bereitgestellt werden können. Verzögerungen können Analyseprozesse erschweren und verteuern, Diagnosezeiten verlängern sowie die Planbarkeit in Laboren beeinträchtigen. Genau deshalb ist die zunehmende Unberechenbarkeit auf der Strasse ein ernstzunehmendes Risiko.

Mehr Stau bedeutet mehr Unsicherheit und höhere Kosten

Der ASTRA-Bericht zeigt, dass die Nationalstrassen zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Besonders problematisch ist dabei nicht nur die absolute Zahl der Staustunden. Entscheidend ist, dass Staus immer häufiger strukturell auftreten und sich der Verkehr vielerorts über den ganzen Tag verteilt. Für Kurierdienste auf der Strasse bedeutet dies: Touren werden schwieriger planbar, Ankunftszeiten werden unsicherer und bereits kleine Störungen können zu spürbaren Verzögerungen führen. Bei Laborproben steigt damit das Risiko, dass medizinisch relevante Sendungen später eintreffen als vorgesehen.

Die Bahn wird zum entscheidenden Vorteil

Genau deshalb setzt die swissconnect ag seit 26 Jahren als einziger Kurierdienst konsequent auf den Transport von Laborproben mit der Bahn. Anders als der Strassenverkehr ist das Schweizer Bahnnetz weitgehend unabhängig von Staus auf Autobahnen und innerstädtischen Verkehrsachsen. Während Strassenkuriere im Stop-and-Go-Verkehr wertvolle Zeit verlieren, verkehren Züge nach festen Fahrplänen und ermöglichen planbare Laufzeiten.

Labore suchen neue Logistikansätze

Die aktuellen Stauzahlen sind mehr als nur eine Verkehrsmeldung. Sie sind ein deutliches Signal, dass die Strasseninfrastruktur an ihre Grenzen gelangt. Zeitkritische Transporte dürfen sich nicht mehr ausschliesslich auf die Strasse verlassen. Für medizinische Labore wird die Frage nach einer zuverlässigen Transportlösung deshalb immer wichtiger. Wer Laborproben auch in Zukunft pünktlich, sicher und nachhaltig transportieren möchte, braucht intelligente Alternativen.

swissconnect: verlässlich, planbar und nachhaltig

Die swissconnect ag zeigt seit 1999, dass dies möglich ist: mit einem schweizweiten Logistiknetz, das die Stärken der Bahn gezielt nutzt und mit flexiblen Kurierlösungen kombiniert. So entstehen Transportprozesse, die nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch medizinisch relevant sind.

Denn wenn Staus zum Normalzustand werden, wird Zuverlässigkeit zum entscheidenden Qualitätsmerkmal. Besonders bei Laborproben.

 

 

Fabio Christen
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Fabio Christen
Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Nachhaltigkeit
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