Eine starke Marke hat eine starke Geschichte - hier ist unsere.

1986

In Wien hat alles begonnen

Die Buchhandlung Südwind in Wien liefert ihren Kunden bis 1986 die Bücher mit dem Auto nach Hause. Bis der 25-jährige Christoph Masoner seinen Zivildienst bei Südwind leistet. Der leidenschaftliche Velofahrer hat eine Idee: Er will die Bücher auf zwei statt auf vier Rädern ausliefern. Es bedarf viel Überzeugungsarbeit beim Geschäftsführer. Mit Erfolg. Christoph Masoner darf es versuchen und den Lesestoff auf ökologische Art verteilen. Kurze Zeit später ist daraus das erste klimaneutrale Transportunternehmen Österreichs, veloce geboren.

1988

Der erste Velokurier der Schweiz wird gegründet

Über 800 Kilometer westlich der österreichischen Hauptstadt tut sich Ähnliches: Der Holländer Michiel van Essen gründet 1988 Velokurier Luzern, den ersten Velokurier der Schweiz. Das Lozärner Stadtblatt schreibt am 31. August 1988 dazu: «Sie sind schnell, bei jedem Wetter unterwegs, nie staugestresst, ortskundig, diskret, preiswert, leise und umweltfreundlich.»

Der Jazzliebhaber Christoph Masoner reist aus Wien an, um das Musikfestival Willisau zu besuchen. Aus dem Festivalbesuch wird ein dauerhafter Aufenthalt und Masoner stösst zum Velokurier Luzern. Seine Erfahrungen, die er beim Aufbau des städtischen Velokuriers in Wien gesammelt hat, sind hier sehr gefragt. Es dauert nicht lange, und er gehört zur Geschäftsleitung vom Velokurier Luzern.

Medizinallabors und Grafikagenturen begeistern sich von Anfang an für den Velokurier. Bei anderen Kunden müssen die sportlichen Mitarbeitenden mehr Überzeugungsarbeit leisten und werden oft belächelt. Doch es wirkt. Auch andere Kunden merken, dass das Velo in der Stadt das beste Transportmittel ist.

1990

Erste nationale Expresslieferungen

Nach Luzern folgen Velokuriere in Bern, Basel, Thun und Zürich. Seither sind die schnellen und ökologischen Kuriere aus dem Stadtbild nicht mehr weg zu denken. Um die junge Branche zu stärken und Synergien zu nutzen, entsteht 1990 der Verband der Schweizer Velokuriere. Gründungsmitglied und erster Präsident ist Christoph Masoner.

Die lokalen Velokuriere sind ortskundig und innerhalb der Städte unschlagbar schnell. Aber: Sie können für ihre Kunden keine nationalen Lieferungen ausführen. Wie gelangen Waren direkt und ökologisch von einer Stadt in die andere? Mit dem Zug. Die Idee ist geboren, und im Mai 1990 ist es soweit: Fünf Velokuriere verbinden fünf Städte unter dem Namen «Velokurier Städte Service».

1991

Zäher Start

Die Abläufe sind am Anfang harzig und stossen bei der Post auf Unverständnis. Die Kuriere holen die Expresslieferungen bei den Kunden ab, lösen auf der Post einen Expresszuschlag und nehmen die Sendung wieder mit, statt sie am Schalter abzugeben. Danach radeln sie zum Bahnhof und deponieren die Sendung im Gepäckwagon des nächsten Zuges. Die Sendungen werden nur geduldet, weil der Expresszuschlag der Post darauf vermerkt ist. Telefonisch informieren sie die Kuriere am Zielort, wo sie die Sendung im Zug finden und wohin sie diese ausliefern müssen. Viel Aufwand für die Kuriere.

Velokuriere gehören somit zu den ersten, die das Schweizer Postmonopol erfolgreich angegriffen haben. Denn schneller und nachhaltiger liefert niemand. 1996 unterschreibt Christoph Masoner den ersten Vertrag mit den Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Ab jetzt dürfen ausgebildete und eingetragene Velokuriere die Züge selbst be- und entladen, ohne vorgängig einen Postzuschlag zu lösen.

1996

Das Netz der Kurierbetriebe wächst

Die nationalen Expresslieferungen sind bei den Kunden und den Velokurieren beliebt - 1996 sind bereits elf Schweizer Velokuriere mit der Bahn vernetzt. Das Angebot wird damals unter dem Namen «Velo-City» angeboten, Die Luzerner Woche schreibt am 30. Juli 1996, dass der Velokurier durch die neue Dienstleistung aus seiner Isolation heraustreten und sich mit dem gesamten Netz des Transportwesens verzahnen will. Im Gespräch mit der Zeitung erklärt Christoph Masoner, Velo-City sei ein erster Schritt und dass es nicht um die Fixierung auf das Velo allein gehe, sondern um die perfekte Dienstleistung gegenüber den Kunden. Motorisierte Kuriere sollen künftig auch Kunden in abgelegenen Regionen einen schnellen, zuverlässigen und unkompliziert arbeitenden Kurierdienst anbieten.

1998

Erste nationale ICT-Platform für Kurierbetriebe

In der Anfangszeit arbeiten die Kuriere mit Fax und Telefon. 1998 wird von Christoph Masoner ein Anforderungsprofil für eine Logistiksoftware erstellt, worüber alle nationalen Sendungen abgewickelt werden sollen. Neben den physischen Sendungen müssen auch die nötigen Daten in einer zentralen Software schnell und sicher übermittelt werden.

1999

swissconnect wird gegründet

Als Spin-off des Velokuriers Luzern gründet Christoph Masoner am 29. März 1999 die swissconnect GmbH. Die bisherige Dienstleistung «City-Kurier» wird nun unter dem Namen swissconnect angeboten. Zu den städtischen Velokurieren stossen in abgelegenen Regionen Taxikuriere zum Netzwerk dazu. Das Partnernetzwerk von swissconnect umfasst zu diesem Zeitpunkt 30 Kurierbetriebe im ganzen Land. Die erste firmeneigene Logistiksoftware geht 2001 in Betrieb. Seither wird jede Sendung zentral darüber abgewickelt. Im gleichen Jahr wird aus der GmbH wird eine Aktiengesellschaft, nebst der SBB kommen weitere Bahnbetriebe wie die BLS und die RhB dazu. Das Netzwerk wächst und wird immer dichter. Die einzelnen Kurierbetriebe sind näher an den Kunden. Das bedeutet kürzere Reaktionszeiten und einen noch schnelleren Service. Um weiterhin höchste Qualität zu garantieren, lässt sich swissconnect im Jahr 2009 nach ISO 9001 zertifizieren.

Heute

Die swissconnect ag heute

Die Anzahl der transportierten Expresssendungen wuchs seit der Gründung im Jahre 1999 kontinuierlich an. 2019 transportiert das swissconnect-Netzwerk gegen 100 000 Expresslieferungen und spart mit seinem weltweit einzigartigen Transportsystem, welches auf die Kombination möglichst ökologischer Transportmittel setzt, tonnenweise CO2 ein. Es besteht aus 80 Partnerfirmen und vereint 500 Velo- und 200 Taxikurieren sowie 10 Bahnvertragspartner. 16 Mitarbeitende in Luzern koordinieren jeden Auftrag softwaregestützt und sind in engem Kontakt zu Kunden und Partnerbetrieben. Die clevere Kombination emissionsarmer Transportmittel ist einzigartig und macht swissconnect zum schnellsten und nachhaltigsten Kurierdienst der Schweiz. An der Vision, dem Kunden das richtige Transportmittel, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen, hat sich seit 1999 nichts verändert. Stabilität, kurze Entscheidungswege sowie persönliche Beziehungen zu Kunden und Partnerbetrieben zeichnen die swissconnect ag aus. Das Unternehmen war, ist und bleibt eigenständig und gehört 23 verschiedenen Aktionären, die gleichzeitig auch Partnerbetriebe sind.

Wir sind stolz auf unsere langjährige Geschichte und das aufgebaute Know-how in der nachhaltigen Expresslogistik. Sie möchten davon profitieren? Wir freuen uns, zusammen mit Ihnen Geschichte zu schreiben.

Christoph Masoner
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Christoph Masoner
Co-Geschäftsleiter, Key Account Manager
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